Am Freitagabend
hatte das amtierende Königspaar der Schützenbruderschaft St. Sebastianus
Oeventrop, Marco und Katharina Stübbecke, zur traditionellen Vogelpräsentation
in den Speisesaal der Oeventroper Schützenhalle eingeladen. Nach einem
Regentschaftsjahr, das die beiden aufgrund zahlreicher verregneter
Veranstaltungen bereits den Beinamen „Regenkönigspaar“ eingebracht hatte,
zeigte sich das Wetter diesmal von einer ganz anderen Seite: Bei Temperaturen
von deutlich über 30 Grad herrschte hochsommerliche Hitze statt Regen.
Zu den Gästen
zählten neben dem Vorstand und Ehrenvorstand der Bruderschaft auch das
amtierende Geckpaar Finn Rüther und Carolin Siepe sowie die Jubelköniginnen
Margit Enste (50 Jahre), Ingrid Hartmann (65 Jahre) und Rita Struwe (70 Jahre).
Jubelkönig Olaf Feldmann, der vor 25 Jahren die Königswürde errang, konnte aus
gesundheitlichen Gründen leider nicht an der Veranstaltung teilnehmen. Darüber
hinaus waren zahlreiche Freunde und Wegbegleiter des Königspaares der Einladung
gefolgt.
Im Mittelpunkt
des Abends standen selbstverständlich die Präsentation des neuen Schützenvogels
und des Gecks. Vogelbauer Joachim Dolle und Künstler Martin Niggemann haben in
diesem Jahr einen beeindruckenden Weißkopfseeadler geschaffen. Mit einer
Spannweite von 1,49 Metern stellt das kunstvoll gestaltete Werk erneut die hohe
Handwerkskunst der Oeventroper Vogelbauer unter Beweis.
Auch der Geck
sorgte bei den Gästen für Begeisterung. In gemeinschaftlicher Arbeit von Marina
Raseke, Thorsten Kaderbach und Martin Niggemann entstand eine detailgetreue und
humorvolle Nachbildung des amtierenden Gecks Finn Rüther in seiner Tätigkeit in
der Forstwirtschaft. Die außergewöhnliche Gestaltung wurde von den Anwesenden
mit viel Anerkennung bedacht.
Wie es die
Tradition vorsieht, versammelten sich anschließend alle Beteiligten zum
gemeinsamen Fototermin mit der örtlichen Presse. Danach lud das Königspaar zu
einem gemütlichen Beisammensein in den Speisesaal der Schützenhalle ein. Dabei
war die Vorfreude auf das bevorstehende Schützenfest vom 4. bis 6. Juli 2026
bei allen Teilnehmerinnen und Teilnehmern deutlich spürbar.
Mit der
Vogelpräsentation beginnt nun offiziell der Endspurt bis zum Höhepunkt des
Schützenjahres. Königspaar, Geckpaar, Jubelköniginnen sowie der gesamte
Vorstand blicken bestens vorbereitet auf die kommenden Festtage und hoffen auf
ideales Schützenfestwetter – möglichst trocken, aber gerne etwas kühler als an
diesem außergewöhnlich heißen Sommerabend.
Ronald Frank / Chronist